Mahnwache und Erörterungstermin am 6. August 2019 –
Die Chancen stehen gut

Anlässlich der geplanten Vergrößerung des Masthähnchenstalles in Ringgau-Grandenborn fand am 6. August 2019 der Erörterungstermin im Regierungspräsidium in Bad Hersfeld statt.

Die AGA-Nordhessen und die BI Ringgau gegen Tierfabriken haben am Morgen direkt vor Beginn der Anhörung mit Unterstützung der BI Twiste, BI Chattengau, Greenpeace, Albert-Schweitzer-Stiftung und weiteren UnterstützerInnen eine eindrucksvolle, medienwirksame Mahnwache abgehalten.

Der Erörterungstermin selbst war leider von zahlreichen Unstimmigkeiten im bisherigen Genehmigungsverfahren geprägt. Wie das Verfahren weitergeht, bleibt vorerst abzuwarten. Eins steht fest: Unsere Chancen stehen gut. Unser kompetentes juristisches Team hat die besseren Argumente, während es auf der Gegenseite reihenweise fehlende Gutachten und ungeklärte Fragen gibt.

Das HR-Fernsehen berichtete noch am heutigen Tag über die Mahnwache in einem knapp zweiminütigen Beitrag.

Näheres zum Erörterungstag und den ungeklärten Fragen im Rahmen des Genehmigungsverfahrens lesen Sie im Beitrag der AGA-Nordhessen.

Aufruf zur Mahnwache

Am Dienstag, 6. August 2019 findet um 10 Uhr im Regierungspräsidium Kassel, Außenstelle Bad Hersfeld (Hubertusweg 19, Raum A401), die öffentliche Anhörung zum Antrag der geplanten Hähnchenmastanlage in Ringgau-Grandenborn statt. Rederecht hat, wer fristgerecht eine schriftliche Einwendung erhoben hat. Zuhören kann jeder.

Davor (um 9 Uhr) ruft die Aktionsgemeinschaft Agrarwende Nordhessen zu einer Mahnwache vor dem Gebäude auf. MitmacherInnen sind herzlich willkommen. Die Mahnwache soll zeigen, dass wir gegen diese industrialisierte Form der Tiermast sind. Einem System, in dem das Tier zum Industrieprodukt verkommt.

Zeit, aufzustehen!

Es gibt viele gute Gründe, sich für Veränderungen in der Landwirtschaft einzusetzen. Klimawandel, Artensterben, Tierleid, multiresistente Keime, Nitrat im Trinkwasser sind nur ein paar davon.

Man kann, wie die industrielle Agrarlobby, Nebelkerzen werfen und die Politik wie die Bundeslandwirtschaftsministerin vor den eigenen Karren spannen. Denn für die Konzerne zählt die Rendite. Doch dieses Wachstumsstreben ohne Verantwortung für zukünftige Generationen hat Auswirkungen, auch auf unsere unmittelbare Umwelt.

In Ringgau-Grandenborn will ein Landwirt seine Hähnchen-Mastanlage auf die fast doppelte Kapazität von 74.000 Tieren erweitern. Wir sagen, dieses „Einfach immer weiter so“ betrifft alle Bürgerinnen und Bürger. Und wir wollen nicht einfach hinnehmen, dass Ringgau noch stärker Teil des globalen Wahnsinns wird.

Zuallerst leiden die Tiere – doch die Folgen werden auch den Menschen treffen. Immer mehr Menschen sagen deshalb Nein zu Tierfabriken – hier und anderswo. Beginnen wir vor unserer Tür. Auf dieser Seite finden Sie viele Informationen zum Thema Massentierhaltung inklusive weiterführender Links. Und Sie können auch lesen, wie Sie von Ihren Rechten als Bürger Gebrauch machen und Ihrem Protest durch eine offizielle Einwendung Gewicht verleihen können.